Joachim F. Schroeder-Hohenwarth, Thriller-Autor

Wer ist Joachim F. Schroeder-Hohenwarth?

Joachim F. Schroeder-Hohenwarth, Thriller-Autor Schroeder-Hohenwarth ist mein Name. Joachim F.
Das "F" steht für Fried. Wie Erich Fried, nur, dass das Fried bei mir ein Vorname ist.

Meine Mutter hat mir später erklärt, wie der Name zustande gekommen ist. Als ich geboren wurde, ging der Zweite Weltkrieg gerade in seine letzte und blutigste Phase. Wir lebten damals in Hinterpommern auf dem Land, aber nicht hinter dem Mond. Alle ahnten, dass dieser Krieg verloren war und dass den schaurigen Verbrechen, die im Namen Deutschlands verübt worden waren, eine unerbittliche Nemesis auf dem Fuße folgen würde. Nichts wünschten sich die Menschen daher sehnlicher als Frieden. Ich trage also nicht nur die Friedenshoffnungen meiner Mutter in meinem Namen.

Irgendwann im Januar 1945 erschien, den Erzählungen zufolge, überraschend mein Vater mit seinem Fahrer auf dem Gut, packte meine Mutter, meinen jüngeren Bruder und mich kurz entschlossen in seinen Kübelwagen und rettete uns so vor der anrückenden Roten Armee. Meine Kindheit verbrachte ich in einem kleinen Ort in Schleswig-Holstein. Das weite, wellige Land mit seinen Seen und "Knicks" ist bis heute meine seelische Heimat.

Kunst oder Kommerz

Als ich dreizehn oder vierzehn war, hatte ich einen Traum, den ich bis heute nicht vergessen habe. Ich träumte, dass ich mich eines Tages entscheiden müsse, ob die Kunst oder der Kommerz mein Leben bestimmen solle. Erst viel später haben mich meine jüdischen Freunde in New York gelehrt, dass es im Leben nicht um "entweder/oder" geht, sondern um "sowohl als auch". Dass das geistige Klima, in dem ich aufgewachsen bin, eine gewisse Vorliebe für rigorose und unbedingte Sichtweisen hatte, ging mir erst später auf, als ich schon im Ausland lebte. Seitdem habe ich verstanden, dass wir Deutsche offenbar eine Gabe haben, die uns von anderen Völkern unterscheidet, nämlich die Fähigkeit, uns dem Leben zu entfremden. Meine zwei Sahara-Durchquerungen Ende der Achtziger und Anfang der Neunziger Jahre sind vor diesem Hintergrund vielleicht als Korrektur dieser Lebenseinstellung zu verstehen. À la récherche des sentiments forts. Seit der Zeit liebe ich die Stille und Weite der Wüste. Sie ist für mich das größte Wunder unter den Landschaften dieser Erde.

Joachim F. Schroeder-Hohenwarth, Thriller-Autor

Was unsere "Welt im Innersten zusammenhält"

Nach einem dreijährigen Intermezzo bei einer amerikanischen Werbeagentur in Frankfurt und Brüssel, begann ich in München Philosophie zu studieren. Ich wollte vor allem verstehen lernen, was unsere "Welt im Innersten zusammenhält". Vier Philosophen sollten mir darauf eine Antwort geben: Descartes wegen seiner luziden, "lateinischen" Ratio; Immanuel Kant, weil kein Denker an ihm vorbeikommt; Hegel, um die geistigen Grundlagen unseres Jahrhunderts besser zu verstehen und Heidegger, weil er damals schon zu den Verfemten gehörte und sich in einer, wie ich fand, unglaublich poetischen Sprache ausdrückte. Seit der Lektüre von "Sein und Zeit" habe ich eine genaue Vorstellung von der "Gestimmtheit" des Menschen. Ähneln wir nicht alle einem Instrument, das gestimmt werden muss, um den einen, unverwechselbaren Ton hervorbringen zu können?

Lehrjahre an der Wall Street

1973 war das Jahr, in dem ich beschloss, mich den neuen "Masters of the Universe" anzuschließen: Ausbildung in New York bei einer der angesehensten Wall Street-Firmen. The sky is the limit ... und think big! hießen fortan die Parolen der kommenden Jahre. Das war auch die Zeit, als ich die alte Wall Street-Weisheit money talks and bullshit walks für mich verinnerlichte. Doch trotz aller Begeisterung und Faszination habe ich mein Leben lang eine kritische Distanz zu diesem Metier behalten. Ich weiß nicht, warum. Vielleicht, weil ich dem "alten Europa" angehöre und durch Bildung und Erziehung angehalten wurde, den "universellen Werten" mehr zu vertrauen, als der Welt des Geldes? Vielleicht, weil ich mich noch nie zum bedingungslosen Mitläufer geeignet habe? Vielleicht war aber auch der Traum, den ich als kleiner Junge hatte, hierfür mit verantwortlich? Kunst und Kommerz sind allerdings für mich schon lange keine Gegensätze mehr - mit einem Unterschied: die Kunst hat das unbestechlichere Auge von beiden. Ihrem Blick entgeht nichts.

Das Silber-Komplott (Der 1. Roman)

Mit diesem besonderen Blick "im Gepäck" und der naiven, aber unnachgiebigen Absicht, meinen damaligen Vorbildern - Robert Ludlum, John LeCarré und Frederick Forsyth - nachzueifern, entstand der Roman "Das Silber-Komplott" (1982). Wie ich später erfahren habe, hat der Molden-Verlag anfänglich nicht glauben wollen, dass ein totaler Newcomer wie ich in der Lage sein sollte, einen derart spannenden und gleichzeitig "fertigen" Thriller abzuliefern. Um auszuschließen, dass der Verlag einem dubiosen Angebot auf den Leim ging, hatte man vorher diskret mein persönliches Umfeld ausleuchten lassen. Wie sich manche vielleicht noch erinnern, musste der internationale Molden-Verlag kurz nach der Veröffentlichung meines Romans Insolvenz anmelden. Künstlerpech. Der Autor schaute durch die sprichwörtliche Röhre...

Joachim F. Schroeder-Hohenwarth, Thriller-Autor

Der Palmyra-Zwischenfall (Der 2. Roman)

Bis zum Erscheinen des nächsten Thrillers vergingen fast zwölf Jahre, in denen ich abwechselnd in Hamburg, Zürich und Berlin meinem "Brotberuf" als Investment Advisor nachgegangen bin. Zwischenzeitlich hatte ich mit den Vorarbeiten zu dem Spionage-Roman "Der Palmyra-Zwischenfall" begonnen, einem Polit-Thriller, der zu einer Zeit spielt, als im Iran Ayatollah Chomeini die Macht übernahm. Palmyra oder arabisch: Tadmor ist eine Oase in der syrischen Wüste nicht weit entfernt von der irakischen Grenze. Dort war ich 1965 gewesen während einer mehrmonatigen Reise alleine durch den Nahen und Mittleren Osten. Ich muss gestehen, dass mich der Orient und seine Kultur schon von klein auf fasziniert und inspiriert haben. Der Roman erschien schließlich 1994 im Verlag Gustav Kiepenheuer/Leipzig.

Das Protokoll (Der 3. Roman)

Nur drei Jahre später erschien mein dritter Roman "Das Protokoll" - wieder ein Polit-Thriller - diesmal im Herbig-Verlag München. Das Buch war ein Versuch, Russlands ungewisser Zukunft nachzuspüren und verarbeitete gleichzeitig meine Erfahrungen und Gespräche, die ich im Kontakt mit Mitgliedern des damaligen Politbüros der UdSSR sammeln konnte. Der Roman wurde wegen seiner politischen Brisanz in den "Tagesthemen" ausfürlich vorgestellt, einschließlich eines Interviews mit dem Autor.

Der Thron des Satans (Der 4. Roman)

2007, in zweifacher Hinsicht pünktlich, erschien mein vierter Roman "Der Thron des Satans": pünktlich zur Frankfurter Buchmesse und pünktlich zum Beginn der größten Wirtschafts- und Finanzkrise seit den Dreissiger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Vermutlich war ich einer der Ersten in diesem Land, der die Ursachen und Hintergründe dieser Weltkrise genau zur richtigen Zeit literarisch verarbeitet hatte. Joachim Unseld, dem ich damals begegnete, war mir bei der Überarbeitung des Stoffes mit profundem Urteil und inspirierender Kritik einer der wichtigsten Ratgeber. Er sagte mir damals auch, dass nur die Amerikaner und Engländer in der Lage seien, spannende Börsen-Thriller zu schreiben. In Deutschland gäbe es niemanden und wenn überhaupt, sei ich vermutlich der Einzige, der das könne. Allen einschlägig bekannten Autoren fehlt das Spezialwissen und beim Thema 'Börse & Finanzmärkte' ist die Versuchung groß, nur noch in ideologisch geprägten Stereotypen zu denken.

Whatever it takes - Auf Biegen und Brechen (Der 5. Roman)

Mein fünfter Roman "Whatever it takes - Auf Biegen und Brechen" ist wieder ein spannender Enthüllungs-Thriller, der wegen seiner hohen zeitgeschichtlichen Aktualität und seiner politischen Brisanz besticht. Schauplätze sind Berlin, Paris, Damaskus, Moskau und New York bzw. Washington. Sie bilden die internationale Bühne für ein politisches Drama von höchster Prägnanz. Die geheimen Operationspläne der Amerikaner für einen massiven Militärschlag gegen den Iran und die wichtige Rolle, die ein ehemaliges Mitglied der 'Hauptverwaltung Aufklärung' im Ministerium für Staatssicherheit der früheren DDR in diesem Drama spielt, sind dabei nur Mosaiksteine in einer insgesamt beklemmenden Handlung.

Das Schattentier (Der 6. Roman)

Die Politik ist angesichts der weltweit eskalierenden Krisen heillos überfordert. EU und Euro hängen am seidenen Faden. Noch wiegt eine weltweite Scheinprosperität die Massen in Sicherheit, aber im Verborgenen formiert sich bereits politischer Widerstand. Der Plan der Verschwörer besteht darin, einen globalen Börsen-Crash für eigene, märchenhafte Börsengewinne zu inszenieren und das daraufhin ausbrechende Chaos als Ausgangslage für eine andere Politik zu nutzen. "Das Schattentier" ist ein verstörender Polit-Thriller. Was zunächst wie ein teuflisch raffinierter Staatsstreich in Berlin aussieht, entpuppt sich am Ende der Erzählung als Höllenfahrt für das gesamte Herrschaftssystem des Westens.

Joachim F. Schroeder-Hohenwarth, Thriller-Autor

Was ist wichtig?

Wenn mir jemand die Frage stellen würde, wie ich an die Themen für meine Bücher komme, würde ich antworten: Man sollte wach sein und viel lesen, denn die Themen liegen förmlich auf der Straße. Es ist wie mit der Wahrheit: Sie ist über die ganze Welt verstreut. Wer sie finden will, muss reisen. Wenn mich jemand fragen würde, welchen Schriftstellern ich mich heute besonders verbunden fühle, würde ich antworten: An oberster Stelle stünde Joseph Conrad, dann käme John Le Carré , dann Bernard Malamud und in einem Atemzug Don DeLillo und Bruce Chatwin. Keiner davon ist ein Deutscher, was sicherlich seine Gründe hat. Wenn wir schon dabei sind, in der Erde zu graben: Was ist das Wichtigste im Leben? Ich würde mit Friedrich Nietzsche antworten: Werde der, der du bist!



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